..wird Zeit, dass ich hier mal wieder blogge. Vergangenen Mittwoch kam ich in den Genuss Rise Against endlich wieder live zu sehen. Veranstaltungsort war die Mechanische Werkstatt in St.Ingbert (bei Saarbrücken), eines vorab: spitzenmäßige Location!
Um 16:30 Uhr habe ich Steffen und Oli eingesammelt um rechtzeitig anzukommen: Der Routenplaner hatte eine Route über Frankreich vorgeschlagen und mit knapp 2h Fahrtdauer angesetzt. Leider hatte ich den Feierabend in Straßburg nicht wirklich eingeplant, und so kam es dass die ersten 30 Fahrminuten im Schneckentempo vergingen. Wer öfter mal in Frankreich unterwegs ist weiß wie gerne Franzosen auch im dichtesten Stadtverkehr die Spuren hin- und herwechseln. Hauptsache vorgedrängelt
Sobald wir dann aber die (mautpflichtige) Autobahn erreicht hatten war der Weg frei. In meinem (bald abgewrackten) Fiat kamen wir doch ganz zügig vorran und waren dann rechtzeitig zum Einlass in der Halle. Die Getränkepreise waren human, das Personal wirkte durch den großen Andrang etwas überfordert war aber ganz nett.
Mit Rentokill als erste Vorband begann der Abend. Ich muss zugeben, dass ich zuvor noch nie von Ihnen gehört hatte. Im Publikum schienen die Jungs aus München schon eine relativ große Fangemeinde zu haben. Spätestens mit “Primetime Killers” hatten die Jungs aus Wiener Neustadt dann auch den ein oder anderen Anhänger dazugewonnen.
Strike Anywhere läutete dann die erste Stunde zum Tanzen ein. Die Punkband aus Virginia, USA ist bei Fat Wreck Chords unter Vertrag. Bei diesem Skatepunk Label haben auch Rise Against ihre ersten zwei Alben veröffentlicht, bis sie dann beim Mayor Geffen gelandet sind. Die Jungs haben wirklich gut eingeheizt, sodass ich die komplette Spielzeit in den ersten Reihen mit den üblichen Tanzschritten auf Punkkonzerten verbracht habe. Muss mir auf jeden Fall mal ein Album der Jungs besorgen.
Schon ziemlich ausgepowert habe ich die anschließende Spielpause genutzt um mich für Rise mit deutschem Wasser zu stärken. Zur vollen Stunde (welche genau es war weiß ich nicht mehr…) ging’s dann endlich los. Zuvor hatte ich Rise Against zwei mal live gesehen: Auf Southside Festival und auf der Taste of Chaos Tour. Dort hatten Sie immer nur einen relativ kurzen Timeslot zur Verfügung - nicht zu vergleichen mit den 2 Stunden die sie in St. Ingbert gespielt haben. Das volle Programm. Zwischendurch musste ich mal die vorderen Reihen verlassen weil es wirklich sehr sehr anstrengend war: Rise Against haben schon eine ziemlich begeisterte Anhängerschaft die alles andere als ruhig stehenbleibt wenn ihre Idole vor ihnen performen. Ich kann die Stimmung nicht wirklich in Worte fassen, es war schlicht gigantisch in den vorderen Reihen. Leider wirkte die sonst so charismatisch-raue Stimme von Tim etwas angekratzt. Auch wenn ich wirklich großer Fan von Rise Against bin: Ihre Live-Shows sind nicht so hervorragend wie ihre Alben. Es wird ein Song nach dem anderen gespielt ohne großartig auf das Publikum einzugehen. Das können Billy Talent wesentlich besser - von Liveshow-Künstlern wie den Ärzten ganz zu schweigen.
In der Zugabe holte Tim seine Akustikgitarre raus und spielte “Swing Life Away” und “Hero of War”. Perfekte Songauswahl um die Stimmung zu beruhigen - bevor dann ihre Erfolgssingle “Prayer of the Refugee” dem (tanzenden) Publikum den Rest gab und der größte Moshpit des Abends entstanden ist. Wahnsinn.
Total nassgeschwitzt sind wir dann die Heimreise angetreten - inzwischen wurde das Saarland allerdings von einem Schneesturm heimgesucht und es lag centimeterweiße Schnee auf den Straßen. Wir sind das ja aus Furtwangen gewöhnt, dennoch war die Autobahnfahrt auf eisglatter Fahrbahn nach einem Punkrockkonzert nicht unbedingt der krönende Abschluss den wir uns vorgestellt hatten.
Hi zusammen, hier schreibe ich über Alltägliches aus aus den Bereichen Regionales, Technik, über Medien und Medienkonsum, Kurioses, Spektakuläres und weniger Spektakuläres.
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